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Geschichte

Vom Obstbaum zur Rose

Richard Huber

(Text: Richard Huber) - Mein Grossvater, Johann Huber aus Hägglingen begann etwa um 1880 in Hägglingen nach einer kurzen Lehrzeit in einer Gärtnerei Obstbäume anzuziehen. Er war auch Kursleiter für Obstbau und erwarb sich um die Jahrhundertwende einen guten Namen als Obstbaumspezialist.

Als mein Grossvater im Jahre 1942 verstarb, führte mein Vater diese Obstbaumschule weiter. Als Dritter im Bunde erlernte ich in der damals bekannten Baumschule Kellerhals den Beruf als Baumschulisten. Diese Baumschule vermehrte damals etwa 100 000 Rosen pro Jahr. Nach der Lehrzeit war ich in Angers (Bretagne) ebenfalls auf dem Sektor Rosen tätig. Ab 1948 führte ich die Obstbaumschule in Dottikon weiter. Mit 10 000 Rosenunterlagen begann ich in diesem Jahr nebst Obstbäumen auch Rosen anzuziehen. In den Fünfziger - Jahren zeigte sich, dass die Zeit der Obsthochstämme vorbei war und die Zeit der Niederstämme Einzug hielt.

Als junger Geschäftsmann erkannte ich, dass ein Unternehmen auf dem Gebiet der Pflanzenanzucht stark sein muss. So musste ich mich damals entscheiden, ob ich in der angestammten Sparte Obst weiter fahren sollte oder mich mehr der Anzucht der Rosen zu widmen. Mitte der Fünfzigerjahre entschloss ich mich definitiv für den Aufbau der Rosenkultur in Dottikon.

In dieser Zeit begann ich mit dem Sammeln der sogenannten "Alten Rosen" in der ganzen Welt. In dieser Zeit baute ich ein Sortiment von annähernd 300 Alten Rosen auf. Gleichzeitig erkannte ich, dass gewisse Rosensorten erst im zweiten oder dritten Standjahr Blüten zeigen. Aus dieser Erkenntnis entstand dann Ende der Fünfzigerjahre die Idee, einen Schaugarten anzulegen.

Etwa um 1960 begann ich mit primitiven Mitteln einen Schaugarten von rund 10 Aaren anzulegen. (Das heutige Areal war damals grösstenteils mit Gehölzen und Koniferen bepflanzt.) Diese Koniferen wurden dann entweder verkauft oder verschult. Jeder gerodete oder geräumte Meter wurde dann zur Erweiterung des Schaugartens verwendet. Einige Koniferen wurden dann einfach stehen gelassen und dann in den Schaugarten integriert. 1970 hatte das Schaugartenareal eine Grösse von einer Hektare.

Aus den genannten Gründen erfuhr der Schaugarten keine eigentliche Planung sondern erfuhr eine "natürliche" Erweiterung. 1975 wurde der Schaugarten nochmals erweitert. Es wurde zu den bestehenden Buschrosen ein Sortiment von etwa 120 Kletterrosen gepflanzt. Durch diese grosszügige Erweiterung erfuhr der Rosengarten Dottikon einen nationalen und internationalen Ruf.

Rosen- und Pflanzencenter in Dottikon
Rosen von Huber
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